Die Genossenschaft

Die kleine Wohnwarftfibel

Was ist der Unterschied zwischen
Eigentum und Genossenschaft?
Eigenkapital Wie arbeitet die Genossenschaft? Erbbau
Wie kommen Interessierte in
die Genossenschaft?
Die Satzung

Die „Wohnwarft – Genossenschaft für autofreies Wohnen e.G.“ ist am 29. August 1996 nach einjähriger Vorarbeit aus einer Fachgruppe des Vereins „Autofreies Wohnen e. V.“ entstanden.

Die Genossenschaft hat in dem südlichen L-Gebäude der autofreien Wohnanlage 31 Wohnungen erstellt. Reiner Schendel von der STATTBAU Hamburg GmbH hatte die Baubetreuung übernommen. Stattbau hat inzwischen rund 85 Wohn- und soziokulturelle Projekte umgesetzt, meist Sanierungsvorhaben im Wohnungsbestand. Inzwischen sind mit der Hilfe von Stattbau aber auch eine Reihe von Genossenschaftsgründungen und daraus resultierende Hochbauvorhaben umgesetzt worden. Die Architektin des Hauses an der Saarlandstraße ist Christine Reumschüssel, die seit Jahren beim Projekt „Falkenriedterrassen“ erfolgreich BewohnerInnenbeteiligung sowie den Bauablauf betreut.

Im Januar 1999 war der Beginn des Hochbaus, die Wohnungen sind im Mai 2000 fertiggestellt worden. Die Genossenschaft ist am 17. Februar 1999 in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Hamburg mit der Nummer 1000 eingetragen worden.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer Genossenschafts- und einer Eigentumswohnung?

Sowohl in der Genossenschaft als auch im Eigentum muss ein nicht geringer Anteil von Eigengeld eingebracht werden. Tatsächlich erwerben sowohl GenossenInnen wie auch EigentümerInnen reales Eigentum. Über ihr Eigentum haben die Mitglieder in einer EigentümerInnengemeinschaft soviel Verfügungsgewalt wie die Mitglieder einer Genossenschaft. In der Genossenschaft hat jedes Mitglied eine Stimme, in einer  EigentümerInnengemeinschaft hat jedes Mitglied soviel Stimmen, wie es Anteile erworben hat. Die GenossenInnen besitzen das Eigentum nur in der Gemeinschaft, die Spekulation mit der „eigenen“ Wohnung ist demnach ausgeschlossen. EigentümerInnen hingegen können ihre Wohnung weiterverkaufen und von der Wertschöpfung profitieren.
Die Miete in der Genossenschaft wird jährlich nach der Höhe des Einkommens neu festgelegt. Wer mehr verdient, zahlt mehr. Steigt jemand mit hohem Einkommen und somit mit hoher Miete in die Genossenschaft ein, verliert aber nach Einzug seine Einkommensgrundlage und wird z. B. arbeitslos, dann wird die Miete entsprechend gesenkt. Im Eigentum hingegen führt der Verlust der Einkommensgrundlage nicht zur Reduktion der finanziellen Verbindlichkeiten.
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Eigenkapital

Unsere Gesamtkosten betrugen ca. 1.450.-€ pro qm Wohnfläche. Jeder Haushalt muss ca. 14% dieser Summe aufbringen. Alle Bewohner müssen daher  vier Anteile á 50 € pro qm Wohnfläche als Genossenschaftsanteile (Eigenkapital) zeichnen. Für eine 85qm-Wohnung sind das beispielsweise 17.000 €.

Wie arbeitet die Genossenschaft ?

Außerhalb der regelmäßigen Treffen, die ca. zweimal im Jahr stattfinden, arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen, die Behördengänge erledigen, Finanzpläne erstellen, kurz die gesamte Verwaltung des Hauses in Eigenleistung übernommen haben.

Erbbau

Wir haben das Grundstück im Erbbaurecht erworben, d. h. wir pachten das Grundstück für 75 Jahre zum einmaligen Festpreis von 3/4 der Kaufsumme (gemessen am Kostenrichtsatz für öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau).
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Wie kommen Interessierte in die Genossenschaft?

Es gibt immer eine gewisse Fluktuation aufgrund von Arbeitsplatzwechsel oder anderen Ereignissen. Deshalb werden Plätze auf der Interessentenliste vergeben. Das Auswahlkriterium für Neueinsteiger ist erst in zweiter Linie das Datum der Anfrage.

In erster Linie ist es die Garantie der Autofreiheit, dann das Hineinpassen in die aktuelle Einkommensstruktur der Genossenschaft sowie die Wohnungsgröße.  Wir haben ein Modell, welches von einer Mischung unterschiedlicher Einkommensklassen bei den MieterInnen ausgeht. Die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt und das Amt für Wohnungswesen haben diesen Förderungsweg (§88d) bestätigt und achten auf diese Mischung.
Wir wünschen uns außerdem einen Beitritt zum Verein „Autofreies Wohnen“, denn so wird (neben der späteren rechtlichen Absicherung im Mietvertrag) der Wille zum Wohnen ohne eigenes Auto dokumentiert.
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Zahlungsmodalitäten

Nur in begründeten Ausnahmefällen kann der Vorstand der Genossenschaft eine Ratenzahlung der Anteile (Eigenkapital) zulassen. Da wir ein sehr kleines Projekt sind, müssen wir sehr genau auf die Liquidität achten, die zudem gründlich und regelmäßig durch den zuständigen Prüfungsverband geprüft wird.

Die Satzung

Sie können die Satzung der Genossenschaft in ihrer gültigen Fassung als pdf-Datei laden.

Dazu benötigen Sie den „Acrobat-Reader“ der Firma Adobe. Dieser ist oft auf ihrem Rechner installiert.
Die Datei „satzung.pdf“ ist ca. 100 KB groß. Anhand von Stichworten können Sie leicht durch das Dokument navigieren. Wenn es in einem Paragraphen einen Verweis auf einen anderen Paragraphen der Satzung gibt, sind diese Verweise jeweils durch Anklicken schnell erreichbar. Die Satzung

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